11111 Der Kreuzgang-Südflügel im Münster Unserer Lieben Frau in Konstanz - KONSERVIERUNG UND RESTAURIERUNG VON WANDMALEREI, ARCHITEKTUROBERFLÄCHE UND STEINPOLYCHROMIE

Der Kreuzgang-Südflügel im Münster Unserer Lieben Frau in Konstanz

Literatur:

Hirschfeld, Claudia: „Zu den Ausmalungsphasen des Kreuzganges“, in:  Laule, Ulrike (Hg.) „Das Konstanzer Münster Unserer Lieben Frau – 1000 Jahre Kathedrale  – 200 Jahre Pfarrkirche“, 2013, S. 293-296.

Zusammenfassung

Der um das Jahr 1300 erbaute, zweischiffige Südtrakt ist der älteste von ursprünglich vier Flügeln. Da zwei dieser Flügel im 18. Jh. einem Brand zum Opfer fielen und der Ostflügel in den 80er Jahren renoviert wurde, stellt der nahezu unverändert erhalten gebliebene Kreuzgang-Südflügel ein wichtiges Dokument dar.

Das Aussehen des Raums wird geprägt von den mittlerweile vorwiegend steinsichtigen Wänden aus Rorschacher Kalksandstein. Den Abschluss dieser Wände bildet ein Kreuzrippengewölbe, dessen Gewölbefelder den Schwerpunkt der Diplomarbeit darstellen. Inmitten der insgesamt fünf aufgebrachten vorwiegend monochromen und mehrschichtigen Gewölbefassungen, befindet sich eine hochwertige Malerei aus dem 17. Jahrhundert.

Der bis in die 80er Jahre vom Außenklima beherrschte Kreuzgang weist typische, durch Feuchtigkeit und Salze verursachte Schäden auf. Abgesehen vom Stein konzentriert sich das Hauptschadensbild auf die in unterschiedlichen Ebenen getrennten Gewölbe-Fassungen. Weiterhin sind die Segel von halophilen „Rosa Bakterien“ befallen. Neben einem Konservierungskonzept wurden für die in unterschiedlichen Ebenen freiliegenden Gewölbeflächen, mehrere Präsentationskonzepte erarbeitet. Die insgesamt vier verschiedenen Präsentationskonzepte beziehen sich zudem auf die Wandflächen und architekturgliedernden Elemente.

 

Abstract

Built around the year 1300, the two-spanned south wing is the oldest of originally four wings.

Two of these wings were destroyed by a fire in the 18th century, the eastern wing was renovated in the 80s and thus the nearly unchanged south wing of the cloister displays an important document.

The inside of the object is affected by the not original, predominant look of the stone surface of Rorschacher lime-arenite. These walls are covered by a ribbed vault, which marks the key point of this thesis. Inside the five, mostly monochrome layers is a high grade vault-painting from the 17th century located.

Until the 1980th the climate was controlled by the outside. Thus, the cloister shows typical forms of damage caused by humidity and salinization. Apart from stone-damage, the main impairment displays the separation of the layers. Furthermore the surface of the vault is afflicted by salt-loving “Rosa Bakterien”. Auxiliary to a concept of conservation, different types of concepts for the later presentation of the vault have been verbalised. These four concepts of presentation also include the walls and architectural elements.

Abb. 1: Der Kreuzgang-Südflügel in Blickrichtung Osten (Mauritiusrotunde).

Abb. 2: Gesamtaufnahme des westlichsten Gewölbefeldes mit freiliegenden Schichten aus unterschiedlichen Epochen.

 

 

 

 

 

 

Abb. 3: Detailaufnahme der Gewölbemalerei des 17. Jh. (stark strukturierte Grundierung mit polychromer Malerei) und darüber liegendem Schichtenpaket (drei vorwiegend monochrome Tünchen).

Abb. 4: Streiflichtaufnahme der flächig abblätternden Malschichten.

 

 

 

 

 

 

 

Erstbetreuer: Prof. Dipl.-Rest. R. Lenz
Zweitbetreuer: Prof. Dipl.-Rest. V. Schaible

Landesdenkmalpflege: Dr. Dipl.-Rest. J. Jakobs, Dr. H. v. Preuschen, F. Mienhardt

Auftraggeber: VB-BW, Amt Konstanz, Dipl.Ing. A. Arnold

Verfasserin: Claudia Hirschfeld

August 2011

Kontakt: claudiahirschfeld@web.de